Besuch der Siltronic AG Freiberg

Am Mittwoch, den 4.2.09, besuchten 10 Schüler des Fachübergreifenden Grundkurses „Werkstoffwissenschaft und Silizium“ die Siltronic AG in Freiberg.

Im Unterricht wurde der Weg vom Sand zum Wafer theoretisch behandelt. Nun konnten die Schüler  die Produktion der Wafer aus Reinstsilicium hautnah erleben. Herr Zschoke führte den Kurs durch die einzelnen Produktionsabschnitte und erklärte Vorort jeden Verfahrensschritt von der Herstellung der Siliciumeinkristalle  nach dem Czochralsky - Verfahren, über das Zersägen der Einkristalle mit der Innenlochsäge bis hin zum versandfertigen Wafer.

Die Schüler erfuhren, dass polierte Siliziumwafer in einem chemisch - mechanischen Polierprozess eine nahezu perfekte Oberflächenbeschaffenheit  erhalten, um den hohen Anforderungen in Bezug auf Ebenheit und Oberflächenqualität gerecht zu werden. Das Ergebnis ist ein äußerst flacher Wafer mit einer spiegelartigen Oberfläche. Herr Zschoke erläuterte in diesem Zusammenhang auch, welche Anforderungen an die Reinsträume gestellt werden. Siltronic bietet verschiedene Arten von polierten Siliciumwafern mit einem Durchmesser von 125 mm bis 300 mm an. Üblicherweise basieren diese Wafer auf CZ-Kristalltechnologie. Abhängig von Kundenanforderungen werden verschiedene Dotierstoffe hinzugefügt: Bor, Phosphor, roter Phosphor, Arsen und Antimon. Neutronendotierte Kristalle werden für Spezialanfertigungen produziert.

Fachübergreifende Grundkurse erfolgreich gestartet

Luca Anne Mayer (vorn), sowie Maria Bernhardt (r.) und Pia Vogler testen schon einmal die Arbeitsbedingungen im Institut für Biowissenschaften der TU Bergakademie Freiberg. Dr. Stefan Kaschabek (l.) steht dabei hilfreich zur Seite. Foto: Torsten Mayer

 

Am 03.09.2008 war es soweit. Die Zusammenarbeit der TU Bergakademie Freiberg und des Geschwister-Schollgymnasiums erreicht eine neue Qualität. Um 14.30 Uhr trafen sich 25 Schüler, sowie Professoren, Hochschulmitarbeiter, Lehrer und weitere Gäste, um die beiden neu eingerichteten fachübergreifenden Wahlgrundkurse zu eröffnen.

Herr Pezold verwies in einer kurzen Einführung auf die guten Traditionen der Zusammenarbeit. So stellte er fest, dass die Wurzeln des Wahlgrundkurses "Silizium und Werkstoffwissenschaften" mehrere  Jahre zurückreichen. Auch der Biotechnologiekurs ist ein Resultat von früher durchgeführten Projekten und Lehrerfortbildungen in Zusammenarbeit mit der TU und dem GIZeF Freiberg.

Als Prof. Hessenkemper (der nach wie vor um seine Rente fürchtet  ...O-ton) den Schülern die Bedeutung eines Ingenieurstudiums darstellte, begann so mancher der Anwesenden zu begreifen was es heißt, wenn man für seine Ansichten "brennt"!

Prof. Schlömann machte den Schülern deutlich, was alles an der Bergakadmie biotechnologisch erforscht wird. Das war erstaunlich, denn auch so mancher Freiberger vermutet nicht, das hinter den Mauern der TU z.B. herausgefunden wurde, welche Stoffwechselprozesse bestimmte Bakterien durchführen, um chlorierte Aromaten im Bitterfelder Boden abzubauen.

Da auch das Schülerlabor der TU unverzichtbarer Bestandteil des Grundkurses "Silizium und Werkstoffwissenschaften" sein wird, stellte Frau A. Wolf (Laborleiterin) abschließend einige interessante Informationen zur Evaluation der Laborbesuche vor.
Auch verdeutlichte sie, dass die Finanzierung des Labors gesichert ist, um aber eine neue Qualitätstufe zu erreichen noch 50.000.- Euro für ein Elektronenmikroskop fehlen.

v.l. Prof.M.Schlömann (Prorektor Bildung der TU Freiberg), I.Pezold (Fachleiter für Naturwissenschaften des Geschwister-Scholl-Gymnasiums) und M. Albrecht (Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums) nach der Eröffnungsveranstaltung im Senatssaal der Universität. Foto: Torsten Mayer