Die Weiße Rose - auf den Spuren der Geschwister Scholl

- Billy Deger und Juliane Niendorf (Foto: I.Lommatzsch)
Unsere Schule trägt ihren Namen: Geschwister-Scholl-Gymnasium und die Schüler des künstlerischen Profils der Klassenstufe 10 (Jahrgang 2007/08) haben uns im Abschlussprojekt auf die Spuren von Hans und Sophie begeben, um mehr über diese couragierten jungen Menschen und die Widerstandsgruppe zu erfahren.
Anlässlich der Festveranstaltung zur Namensgebung wird das Programm auch im Jahr 2009 noch einmal aufgeführt. Schüler, Lehrer und Gäste sollen sich mit uns an Hans und Sophie Scholl erinnern. Zudem wird die Ausstellung der Weißen-Rose-Stiftung aus München zu sehen sein.
Ein Beispiel aus dem Tagebuch Sophies ist typisch für ihre kritische Weltsicht und zeigt ihre Forderungen an sich selbst:
„…denn muss nicht jeder Mensch, einerlei in welcher Zeit er lebt, dauernd damit rechnen, im nächsten Augenblick von Gott zur Rechenschaft gezogen zu werden? Weiß ich denn, ob ich morgen früh noch lebe? Eine Bombe könnte uns heute Nacht alle vernichten. Und dann wäre meine Schuld nicht kleiner, als wenn ich mit der Erde und den Sternen zusammen untergehen würde.“
(aus Sophie Scholls Tagebuch)
Die Arbeit der Mitglieder der Weißen Rose war voller Gefahren: Heimlich wurden Fugblätter verfasst, vervielfältigt und verteilt.

- Szene: Sophie auf dem Weg zum Postamt in der Szene: „Weitergehn!“ (Foto: I.Lommatzsch)
Auch die Lieder im Programm verdeutlichen die Aktualität der Thematik: Auszug aus dem Liedtext „Wann?“ von Rio Reiser
"Du sagst, du willst die Welt nicht retten,
Das ist dir alles ne Nummer zu groß.
Und die Weltenretter war’n schon so oft da,
Nur die meisten verschlimmbessern’s bloß.
Und doch fragt mich jeder neue Tag,
Auf welcher Seite ich steh.
Und ich schaff’s einfach nicht,
Einfach zuzusehen, wie alles den Berg runter geht.
Wann, wenn nicht jetzt?
Wo, wenn nicht hier?
Wie, wenn ohne Liebe?
Wer, wenn nicht wir?"
Für ihren Mut mussten Hans und Sophie Scholl, sowie weitere Mitglieder der Weißen Rose sterben. Wir wollen an sie erinnern, damit ihr Vorbild auch für unsere Generation bestehen bleibt.




